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The Shin

am 03.12.2005 in der Alten Schule

Zum Abschluss des Programmjahres 2005 präsentierte die Kulturkommode Osterburken in Kooperation mit dem Förderverein der Musikschule Irmai mit „The Shin“ ein weiteres Highlight, denn die Zuhörer im voll besetzten Saal der Alten Schule durften sich auf einen begeisternden musikalischen Kulturen-Mix freuen. Die drei Vollblutmusiker haben sich in der Jazz-Szene ihrer ursprünglichen Heimatstadt Tiflis kennen gelernt. Und genau diese beiden Wurzeln verbinden sich in ihrem Stil. Immer wieder greifen „The Shin“ traditionelle kaukasische Melodien und Volksweisen auf und verarbeiten diese zumeist in lateinamerikanischen Rhythmen. So entstehen anspruchsvolle und äußerst abwechslungsreiche Arrangements, welche die Zuhörer ein ums andere mal mitreißen.


Dass die Georgier ihre Instrumente (und im übrigen auch ihre Stimmen) perfekt beherrschen, versteht sich dabei fast von selbst. ZaZa Miminoshvili, der nebenbei auch humorvoll durch das Programm führte, brillierte mit unglaublichen Läufen an der Gitarre, Zurab Gagnidze zeigte eindrucksvoll, dass ein E-Bass auch ein vorzügliches Melodie- und Solo-Instrument sein kann und Mamuka Ghaghanidze schließlich zauberte mit einigen wenigen Percussions-Instrumenten eine sehr effektvolle Rhythmik.

The Shin - Phantasievolle Musik mit Seele

Überraschungsgast Alexander Kilian


Es gibt wohl keine Kultur, die nicht von „The Shin“ verarbeitet wird – und genau diese Verschmelzung von vorderasiatischen, indischen und lateinamerikanischen Einflüssen, die, trotz der ausgefeilten Arrangements, noch genügend Raum für Improvisationen und Intermezzi lassen, machen diese Musik lebendig. Besonders beeindruckend ist dies in ihren Live-Konzerten zu erleben, wenn man den drei Georgiern ihre Spielfreude regelrecht ansieht.
Als Überraschungsgast gesellte sich der Gymnasiast Alexander Kilian, ein Schüler von ZaZa Miminoshvili und zweifellos ein Ausnahme-Talent an der Gitarre, für einige Stücke zu dem Trio. Während dieses musikalischen „Zwiegesprächs“ der Gitarren offenbarte sich, wie gut die beiden miteinander harmonieren und welch instrumentalistisches Potential in Alexander Kilian steckt.

Auch bei der stürmisch geforderten letzten Zugabe, einer temperamentvollen Komposition in spanischer Flamenco-Manier, begleitete Kilian „The Shin“, die an diesem Abend bewiesen, dass traditionelle Musik und moderne Rhythmen eine überaus fruchtbare Synthese eingehen können.
„Georgische Lieder handeln eigentlich nur von Heimat und Liebe“, so Miminoshvili. Solange allerdings beides in solch faszinierende Musik umgesetzt wird, ist das für den Musikfreund ein wahres Vergnügen.


Text: Martin Hammer
Photos: Michael Pohl