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Diane Ponzio

am 07.03.2008 in der Alten Schule

Einen kurzweiligen Freitagabend erlebten die Besucher und Freunde der Kulturkommode Osterburken beim Auftritt der Sängerin und Songwriterin Diane Ponzio aus New York. Das Konzert war gleichzeitig der gelungene Auftakt zum elften Vereinsjahr, in dem die Verantwortlichen Michael Pohl, Martin Hammer, Andreas Häckel und Holger Doth mit ihrem Team wieder einmal ein tolles Programm auf die Beine gestellt haben.

Die sympathische Künstlerin Diane Ponzio, die in Osterburken ihre diesjährige Deutschland-Tournee gestartet hat und im März auch noch in Belgien und Italien auftreten wird, verstand es durch ihre offene Art, die Besucher in der Alten Schule auf eine melodische Reise durch ihre bisher sieben veröffentlichten Alben mitzunehmen. Ihren Stil bezeichnet sie selbst als "Acoustik-Folk mit leichtem Jazz-Touch". Auf sehr persönliche Art und Weise erzählte sie von der Entstehung ihrer Songs, wie sie nach Dingen sucht, die sie verarbeiten kann, und streute humorvolle und traurige Geschichten aus ihrem Leben mit der Gitarre ein.



Ihr südländisches Temperament merkte man der Tochter einer italienischen Einwandererfamilie bei den kraftvollen Songs an, doch auch ruhige und nachdenkliche Töne wusste die Sängerin, die bereits sieben Alben herausgebracht hat, anzuschlagen. Politisch wurde es bei einem Stück darüber, was sie tun würde, wenn sie Präsidentin wäre. Neben interessanten Erlebnissen bei ihren Weltreisen waren es immer auch die kleinen Dinge des Lebens, die sie thematisierte. Ihr Themenspektrum reichte von Erfahrungen in der sizilianischen Familie und mit einer erkrankten Freundin bis hin zu mit einem Augenzwinkern vorgetragene Songs über ihre Liebe zu kohlenhydratreicher Nahrung. Hier kannten die Osterburkener schon ihre deutsche Leibspeise, nämlich Brezeln, und prompt bekam sie diese während des Auftritts von einem Anhänger geschenkt. Das zeigte, dass sie in Deutschland und auch in Osterburken, wo sie bereits 2001 zu Gast war, mittlerweile viele Freunde hat. Und überall, wo sie Freunde hat, fühlt sie sich zu Hause, so die in Manhattan aufgewachsene Sängerin, die fast schon eine Rock-Röhre besitzt.



Dass sie eine Künstlerin zum Anfassen ist, zeigt sich auch darin, dass sie während der Pause und nach dem Konzert sofort mit den Zuhörern ins Gespräch kommt. Mit Liedern über ihr Leben, immer mal wieder lustig und sympathisch, bot Diane Ponzio am Freitag das, was sie am besten kann: sehr persönliche, musikalische Geschichten erzählen mit einer Stimme, mit der sie sich unter den großen Songwritern nicht zu verstecken braucht.

Text: Julien Christof
Photos: Michael Pohl