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Cécile Corbel Trio

am 12.09.2009 in der Alten Schule

Zum Beginn des zweiten Programmhalbjahres der Kulturkommode hatte der Kleinkunst- und Kulturverein das Cécile Corbel Trio nach Osterburken eingeladen. Die drei Musiker aus Frankreich haben sich vor allem der bretonischen und keltischen Musik verschrieben und präsentieren Traditionelles in zeitgenössischem Gewand. Dass dieser Stil eine große Anhängerschaft besitzt, zeigte sich am erfreulicherweise bis auf den letzten Platz besetzten Saal der Alten Schule.

Cécile Corbel hat sich in Deutschland inzwischen wohl zur bekanntesten bretonischen Künstlerin entwickelt und ist zweifellos die Schlüsselfigur in diesem Trio.

Sie wirbelt nicht nur traumwandlerisch sicher über die 34 Saiten ihrer keltischen Harfe, sondern steuert mit manchmal beinahe zerbrechlich wirkenden und dennoch ausdrucksstarken Stimme den passenden Gesang bei. Nicht zuletzt stammen viele der Kompositionen auf ihren CDs und den Live-Konzerten aus ihrer Feder. Cécile Corbels Repertoire entsteht auf ihren Reisen, während denen sie Lieder, Legenden und Märchen vor allem aus der Bretagne, Irland und Schottland sammelt. In wunderschöne Melodien und Harmonien gebettet, verarbeitet sie diese traditionellen Themen in Arrangements, die modern klingen und gleichzeitig jene gewisse Mystik behalten, welche man diesem Kulturkreis gerne zuspricht.


Das Cécile Corbel Trio in der Alten Schule


Ihren Beitrag zu dem insgesamt sehr klangvollen und abgerundeten Sound liefern aber auch die beiden Begleitmusiker Cyril Maurain an der Gitarre und Pascal Boucaud am E-Bass. Unauffällig und dennoch effektvoll und filigran ergänzen sie Céciles Harfenspiel und lassen einen atmosphärisch dichten Klangteppich entstehen, welcher melancholische akustische Bilder malt und somit den Zuhörer in die Welt der rauen See, der steilen Felsenküsten und deren Mythen entführt.



Ein Konzert mit dem Cécile Corbel Trio spricht vor allem die Gefühle an, denn die zum großen Teil bretonischen Texte und kurzen Ansagen zu den Liedern setzen den Fokus schon automatisch eindeutig auf die Musik. Mit dieser gelingt Cécile Corbel die Schaffung einer eigenen Welt, die aus modernen Kompositionen, alten Gedichten, keltischen Liedern und mediterranen Melodien entsteht und mit der sie zu einer musikalischen Reise von der Atlantikküste bis in den Orient einlädt, welche das Publikum entspannt aber durchaus gebannt zuhören lässt.

Text: Martin Hammer
Photos: Michael Pohl